Aktuelles

 

"So war mein Leben" - Ein Projekt der Lungauer Frauen-Schreibwerkstätte mit der Museumsjugend Lungau

In Form von Erzählnachmittagen führen Frauen der Lungauer Schreibwerkstätte Zeitzeugeninterviews mit BewohnerInnen des Seniorenwohnheims in Tamsweg durch. Die Nachmittage stehen unter thematischen Schwerpunkten, bisher wurde über "Frühe Kindheit bis Ende der Pflichtschule" sowie über "Liebesg'schichten und Heiratssachen" gesprochen. Den technischen Teil dieses Projekts übernehmen Mitglieder der Museumsjugend. Sie nehmen die Gespräche auf, sorgen für die Digitalisierung und bereiten das Material nach den Bedürfnissen der Schreibwerkstätte auf. Die Einbindung Jugendlicher in die Erzählnachmittage freut die erzählenden Senioren besonders. Sie stoßen auf Interesse und merken, dass ihre Geschichten mit Spannung aufgenommen werden. Diese "Begegnung der Generationen" finde ihre Fortsetzung. Bis dahin werden die Frauen der Schreibwerkstätte das Material sichten und zu Geschichten weiter verarbeiten.

„Lungauer Gwanda“ – Sonderausstellung im Lungauer Heimatmuseum Tamsweg

Alle sechs Jahre findet dieses große Fest der Lungauer Volkskultur mit allen Brauchtumsgruppen und -vereinen aus dem Lungau statt, und von 2. Bis 4. September 2011 ist es wieder so weit. Ziel dieses Festes ist nicht nur das reichhaltige Brauchtum zu präsentieren, sondern auch den Lungau als Genussregion bekannter zu machen und während diesem Wochenende nach Möglichkeit regionale Produkte aus Lungauer Landwirtschaft anzubieten.
Eingeleitet wird dieses Fest mit der Eröffnung einer Sonderausstellung unter dem Titel „Lungauer Gwanda“, die in Zusammenarbeit des Lungauer Heimatmuseums Tamsweg mit den Lungauer Trachtenfrauen organisiert worden ist.
Die Ausstellung erzählt von Kleidungsmoden früherer Jahrhunderte und zeigt, dass Tracht und Mode nicht nur Ausdruck eines ästhetischen Empfindens sind, sondern auch politische und gesellschaftliche Haltungen zum Ausdruck bringen. Seit dem Mittelalter zeigten die Menschen ihre ständische Zugehörigkeit in Form der Kleidung. Kaiserliche Kleiderordnungen wiesen den gesellschaftlichen Gruppen durch Farbgebung, Schnitte oder Stoffe ihre Rangordnung zu. So durfte im Absolutismus des 16. und 17. Jahrhunderts das einfache Volk keine Farben oder aufwendige Verzierungen in der Bekleidung tragen, während sich in der Oberschicht eine von der spanischen Hoftracht beeinflusste Mode mit breiten Quasten und prunkvollen schwarzen Gewändern durchsetzte.
In der Ausstellung werden die Lungauer Trachten von einst und jetzt vorgestellt, begleitet von einer liebevoll gestalteten Broschüre, die im Zuge der Eröffnung am 2. September präsentiert wird. Zur Kleidung gehören nicht nur die Trachten, sondern auch die Uniformen. Die Schützenkompanien der Lungauer Märkte führen ihre Gründung auf die Einberufung der Salzburger Landfahnen im Zuge der ersten Türkeneinfälle 1478 zurück. Ihre Uniformen orientieren sich an der militärischen Bekleidung des frühen 19. Jahrhunderts und führen in einigen Bereichen sogar in die vornapoleonische Zeit zurück.

Die Ausstellung wird am 2. September um 19.30 Uhr im Lungauer Heimatmuseum Tamsweg eröffnet und ist bis 15. September täglich von 14.00 bis 17.00 Uhr zu besichtigen.

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Eröffnung der Wanderausstellung
„Anton Ritter von Kenner. Sommerfrische in Mauterndorf 1931 – 1947"
im Lungauer Heimatmuseum Tamsweg
am Dienstag, 14. Juni 2011 um 18.00 Uhr

Der Künstler lebte von 1871-1951. Seine Schüler waren u.a. Oskar Kokoschka und Anton Kolig. Von 1931 bis 1943 war Mauterndorf sein Sommerdomizil. In dieser Zeit entstanden zahlreiche Aquarelle, Zeichnungen und Ölbilder sowie das Christophorusfresko auf der Westfassade der Pfarrkirche Mauterndorf.

Musikalische Umrahmung: Lungauer Aufgeiger

Öffnungszeiten: 15.6. – 28.6.2011 täglich 14 – 17 Uhr,
bis 12. August 2011 im Rahmen einer Museumsführung sowie beim „Z’sammsitzn in Tamsweg“
Von 20. August bis 31. Oktober 2011 ist die Ausstellung im Lungauer Landschaftsmuseum Mauterndorf zu sehen.

Im Rahmen der Eröffnung werden die neue Schauvitrine für die prähistorischen Funde sowie die 2. Ausgabe unserer Zeitschrift „Museumsportal“ vorgestellt.

Schreibwerkstätte im Lungauer Heimatmuseum Tamsweg
Tag der Salzburger Museen

Auch das Lungauer Heimatmuseum Tamsweg öffnete am Salzburger Tag der Museen von 10.00 bis 17.00 Uhr seine Pforten. Insgesamt strömten 140 BesucherInnen bei freiem Eintritt in das Museum, um einerseits das Museum zu besichtigen und andererseits das Sonderprogramm zu besuchen. Annemarie Indinger, Aloisia Wieland, Maria Jäger, Rosa Gappmaier und Brigitte Fingerlos – Frauen der Lungauer Schreibwerkstätte – lasen aus ihren Werken vor. Schon in der Vergangenheit diente das Museum den Frauen der Schreibwerkstätte als Ort der Inspiration, nun konnten die 45 ZuhörerInnen unter anderem die Ergebnisse dieses Workshops hören. Der erste von vier Abschnitten widmete sich dem Thema „Woast es noch? Erinnerungen an einen Tag im Museum“, gefolgt von gereimten und ungereimten Mundartgedichten. Danach lasen sie über „Menschen und Originale, die wir nicht vergessen haben“ vor, bis sie mit Texten über „Veränderungen und Neuerungen“ die Lesung schlossen. Musikalisch umrahmt wurde die Lesung von Hans und Marianne Neubacher an der Harfe und an der steirischen Harmonika.
 

Ausflug der Museumsjugend nach Predlitz

Eine Sammlung der besonderen Art besichtigte die Museumsjugend am 26. Februar: Richard Pieber sammelt seit Jahrzehnten die Überreste von Flugzeugteilen, die im Zweiten Weltkrieg über dem Lungau und dem Bezirk Murau niedergegangen sind. Was auf den ersten Anblick als Sammelsurium eines WK II - Freaks anmuten könnte, entpuppt sich bei genauerer Führung als spannender und wichtiger Forschungsbeitrag zur regionalen Zeitgeschichte.

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Workshop Museumsjugend

Zum zweiten Mal führte die Museumsjugend Lungau im Gymnasium Tamsweg einen Museumsworkshop mit den 4. Klassen der Volksschule Tamsweg durch.
In sechs Stationen wurden den Kindern das Museumswesen und die regionale Geschichte des Lungaus näher gebracht. Auf Schiefertafeln den eigenen Namen in Kurrentschrift zu schreiben stand dabei ebenso auf dem Programm wie die Gestaltung eigener Terra sigillata - Ornamente für römische Gebrauchskeramik. Bei "Wundermaschinen der Optik" konnten die Kinder die Funktionsweise einer "Camera obscura" und eines Stereoskops ausprobieren, eine weitere Station beschäftigte sich mit der Waldarbeit gestern und heute. Nach einem Fotovergleich von alten und neuen Tamswegbildern rundete eine Quizreise durch die Lungauer und Murauer Museumslandschaft den Workshop ab.

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Preisausschreiben

Bei der letztjährigen Sonderausstellung "Umsäuselt von summenden Bienen" im Lungauer Heimatmuseum Tamsweg wurde auch ein Preisausschreiben durchgeführt. Nun sind von den Obleuten des Museumsvereins und des Bienenzuchtvereins Tamsweg die GewinnerInnen ermittelt worden:

Florian Ehrenreich, Clara Gappmaier und Sophie Dengg (im Bild mit den Obmännern Franz Wieland und Klaus Heitzmann).