Nach dem Brand von 1742

Im Jahr 1742 brannte ein Großteil des Marktes Tamsweg nieder und damit auch das Barbaraspital. Bald danach begann man mit dem Wiederaufbau der Kapelle, in der 3 Altäre zur Aufstellung gelangten. Der Hauptaltar wurde von der Pfarrkirche übernommen, die einen neuen erhalten hatte. Der Tamsweger Tischler Georg Sapser hatte ihn im Jahr 1702 gebaut und mit besonders reichen Laubwerk-Schnitzereien verziert. Die Weihe der Kapelle erfolgte 1759 durch Erzbischof Sigismund Graf Schrattenbach. Von der alten Kapelle blieb lediglich die spätgotische Figur der heiligen Barbara erhalten. Durch den Wiederaufbau des Spitals wurden nicht nur die spitalseigenen Kapitalien erschöpft, sondern es mußten auch viele Liegenschaften verkauft werden. Die hohe Belastung durch den Wiederaufbau, aber auch die Tatsache, dass die damaligen Spitalsmeister schlecht gewirtschaftet hatten, brachten es mit sich, dass das Bürgerspital gegen Ende des 18.Jh. kurz vor seiner Auflösung stand.