Archäologische Holzfunde

Zerstörungsfreie Datierungsmethoden für archäologische Holzfunde

Projekt mit OA Dr. M. McCoy Institut für Radiologie, Christian Doppler Klinik; Dr. M. Grabner, Universität für Bodenkultur, Wien.
Vorbereitung der Präsentation des Projektes durch Studenten der FH Kuchl im Rahmen des Forums Alpbach 2007.

Fundstellenerfassung und Kartierung

Ziel: Erstellung eines archäologischen GIS für Salzburg

Kartierung und geophysikalische Prospektion der römischen Fundorte im Flachgau bis zum Tennengebirge, Kooperation mit der Firma Geospace, Salzburg

Die Salzburger Landesarchäologie führt als eines ihrer Kernprojekte die Planerfassung römischer Siedlungsplätze im Land Salzburg für Belange der Forschung und der Denkmalpflege durch.
Anhand der Größe und Ausdehnung der Anwesen sollen Fragen der Wirtschaftsgeschichte geklärt werden. Da bislang kaum vollständige Grundrisse römischer villae rusticae und ihrer Einzelbauten aus dem Salzburger Raum bekannt sind, stehen auch Fragen nach Bauformen römischer Landgüter, die für unsere Region typisch sind, im Zentrum des wissenschaftlichen Interesses.
Großflächige, rein wissenschaftlich bedingte Ausgrabungen, wie sie im 19. Jh. üblich waren, lassen sich heute kaum mehr finanzieren. Im Zuge von denkmalpflegerischen Grabungsmaßnahmen sind zumeist nur Teilfreilegungen von Einzelgebäuden oder Villenbereichen möglich.
Um zu weiträumigen Informationen zu gelangen, steht der Archäologie die geophysikalische Prospektion zur Verfügung. Es handelt sich dabei um eine effiziente (weil gegenüber der Grabung kostengünstigere) Methode zur Vorerkundung von archäologischen Fundstellen. Bei einer geophysikalischen Prospektion werden jene  physikalischen Eigenschaften der Erde, die durch archäologische Strukturen verändert wurden, im Zuge von Oberflächenbegehungen erfasst und als Plan dargestellt. Diese Methode ist daher völlig zerstörungsfrei.
Archäologische Fundstellen sind nur in einer begrenzten Anzahl vorhanden. Für eien verantwortungsbewussten Archäologen ist ein schonender Umgang mit dem anvertrauten historischen Erbe verpflichtend.
Ausgraben heißt auch, die eigenen Quellen unwiderruflich zu zerstören. Die populär mit dem Image des Archäologen verbundene Ausgrabung sollte daher immer nur als letzte und im geringst möglichen Ausmaß durchgeführte Möglichkeit zur Informationsgewinnung stehen.
In einem Testprojekt werden derzeit die Möglichkeiten der Sattelitenfernerkundung und der Luftbildauswertung zum Zweck archäologischer Kartierungen geprüft.

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