Mariapfarr

I. Grabinschrift des [R]VSTIC[IVS]

 

1973 wurde bei Renovierungsarbeiten in der Pfarrkirche von Mariapfarr das Bruchstück eines Grabtitulus gefunden. Das römische Fundstück war im Sockel eines Seitenaltars eingemauert. Die Platte aus kristallinem Marmor (H 0,38 m; B 0,32 m) zeigt noch Reste des oberen profilierten Randes und Textfragmente der ersten beiden Zeilen:

mariapfarrVSTIC
F.AV

Bemerkenswert an diesem Fragment ist, dass noch Spuren der roten Farbe, mit der die Buchstaben ausgeführt wurden, erhalten sind. Der Stein sollte in der Eingangshalle der Kirche eingemauert werden, galt aber schon im Jahr darauf als verschollen. Tatsächlich lagerte er in den folgenden 30 Jahren gemeinsam mit zwei Marmorplatten im Dachboden eines Tischlers in Mariapfarr. Dank der Hinweise von HR Arno Watteck und Arnold Pichler konnte der Titulus nun geborgen werden und wird die Römersammlung im Lungauer Heimatmuseum Tamsweg bereichern.

[Quelle: Heger, in: PAR 23 (1973), S. 39 und Fink, in FÖ 13 (1974), S. 129] K. Heitzmann

 

II. Grabinschrift des Cupitianus

siehe www.ubi-erat-lupa.org
ID-Nr.: 4468

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